Blog


abonniere Feed
Getshirts
Populäre Inhalte
NewComments
Kategorien
Neuigkeiten bei Getshirts (19 Artikel)
Neuigkeiten für Partner (1 Artikel)
Promo & Gewinnspiele (1 Artikel)
Motive (2 Artikel)
sonstiges (2 Artikel)
Archiv
20122011201020092008
Blogroll
speichere den Blog:

Add to Technorati Favorites

blogoscoop

Bloggeramt.de

Das Phänomen T-Shirt

von Oliver | 22.01.2009 | Kategorie: sonstiges | 0 Kommentare
Dass das T-Shirt, wie wir, die wir unsere Zeit auf Seiten wie dieser verbringen, es betrachten, nicht nur einfach ein Textil ist und damit rein zum Zweck der Verhüllung unserer – natürlich – gestählten und wohlgeformten Körper dient, darüber sind wir uns wohl einig. Aber was macht es aus, das Phänomen T-Shirt?

Wenn man sich solch einer Frage stellt, bietet es sich natürlich an, das ganze von einem historischen Blickwinkel aus aufzurollen. Alles, was man vor der ersten namentlichen Nennung dieses Kleidungsstückes damit vergleichen konnte, zählte eindeutig zur Unterwäsche, die sichtbar zu tragen es als moralisch nicht akzeptabel galt. Im deutschsprachigen Raum war ein dem heutigen T-Shirt sehr ähnliches Kleidungsstück üblich, das den etwas überniedlichen Namen «Leibchen» trug. Diverse Legenden beanspruchen den Ursprung des tatsächlichen T-Shirts für sich, wobei das Spektrum vom militärischen Kontext bis in zum britischen Bediensteten reicht, der im sogenannten «Tea-Shirt» den Schwarztee servierte, wobei die kurzen Ärmel vor den hartnäckigen Flecken schützen sollten, die der Tee im Falle des Unfalles im Gewebe hinterließe.

Nach dem zweiten Weltkrieg tritt das T-Shirt seinen Siegeszug um die Welt an. Und in Amerika wird's da auf einmal interessant. Mit dem noch frischen Eindruck der Obama-Kampagne vor den inneren Augen blicken wir zurück auf frühere und noch weniger bombastische Maßnahmen in amerikanischen Präsidentschaftswahlkämpfen: Als 1948 Thomas Dewey für die Präsidentschaft kandidierte, warb er mit bedruckten T-Shirts um die Stimmen des Volkes, auf denen wortwitzelnd ein «Dew it with Dewey» prankte.

Der wirkliche Durchbruch gelang dann aber doch erst – warum sollte es beim T-Shirt anders sein als bei seinen stoffenen Kollegen wie der Jeans – mit den rebellischen Leinwandhelden der Nachkriegstage, wie James Dean und Marlon Brando, die Unter- und Arbeiterkleidung zu Ikonen einer neuen Jugend machten. Das T-Shirt war in der Pop-Kultur angekommen. (via Wikipedia)

Heute zählt es allgemein zur Freizeitbekleidung, wird beim Sport oder an den warmen Tagen des Jahres als einzige Oberbekleidung getragen. Aber das kann doch nicht alles sein? Nein, wir sprechen hier gar nicht vom Textil, so wie man hier bei getshirts auch nicht einfach Kleidungsstücke verkauft. Bedruckte Shirts sind nicht einfach veredelte Textilien. Denken wir an berühmte Beispiele wie z.B. rote Che Guevara Shirts, Markenshirts mit großen Logodrucken, politischen Claims, Shirts von Bands etc., so wird schnell klar, dass das T-Shirt durch diesen frühen Sprung in die Pop-Kultur noch einen Schritt mehr gemacht hat: den von der Ikone zu einem Medium. Was kommuniziert und leistet dieses Medium? Das ist einfach zu beantworten. Durch die unzähligen Variationen an Motiven, Texten etc. und die Wahl die wir treffen, die Bilder und Botschaften, die wir auf unserem eigenen Körper tragen, sagen wir etwas über uns aus. Wir stehen zu Positionen, zu Idealen, identifizieren uns mit Gruppen (und wenn es nur die Abiklasse ist), Parteien, Bewegungen oder Bands (wobei ich mit Grauen an das Backstreet Boys Shirt meiner Schwester damals denken muss). Wir sagen aus, was uns gefällt, was wir gut finden oder was wir hassen und was uns auf die Nerven geht. Unser Gegenüber erfährt etwas, ahnt, welchen Humor wir haben, wie wir drauf sind, halten Distanz oder laden ein. Das klingt nun unfassbar bedeutsam und so genau haben wir uns das wahrscheinlich noch nie überlegt, warum wir uns das eine Shirt kaufen und das andere nicht. Aber faktisch statten wir uns mit der Wahl des Motivs immer mit einem Verweis aus, der etwas über uns erzählt. Das bedruckte T-Shirt ist nicht ein so erfolgreiches Produkt auch gerade zu Marketingzwecken geworden, weil es eigentlich allen am Arsch vorbei geht.

Ihr glaubt das nicht? Wer bitte, der auf T-Shirts mit flippigen Motiven steht, hat denn kein wertvolles Lieblingsshirt im Schrank? Welches Textil ist denn sonst Thema so vieler Blogs? Eben. Aber was spielt das T-Shirt für Euch persönlich für eine Rolle? Wonach wählt ihr aus? Wie bewusst tut ihr das?

Kommentare:

bisher keine Kommentare geschrieben.

verfasse Kommentar:

Sie müssen sich einloggen, um Kommentare in diesem Blog schreiben zu können.

Trackbacks:

bisher keine Trackbacks gelistet.

Permalink:



Trackback:





zurück zum Blog